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23.05.2011
Fotos der 1.Mai Party
sind online
25.04.2011
1. Mai Party am
Sportplatz “das Event”
17.03.2011
Anmeldung zum
Schlagermove nach
Hamburg
17.02.2011
Einladung zur
Generalversammlung
Mitglied werden?
Königsschuss 2010
Mathias Böckers
Geschichte> Wie alles begann
   
1975, ein interessantes Jahr! Helmut Schmidt regiert als
Bundeskanzler in Bonn und Walter Scheel sang das Lied "Auf
dem gelben Wagen" in seiner Funktion als Bundespräsident. Der
Kreis Borken versuchte sich zuetablieren, ein Jahr nach dem
Untergang des Kreises Ahaus. In Heek "erfreuten" sich die
Heeker daran, dass seit gut zwei Jahren eine gut ausgebaute
B70 durch das Dorf lief und das Thema "Ortsumgehung"
vorübergehend kein Thema merh war. Der kleine HSV kämpft
gegen den Abstieg aus der Bezirksliga und die Dorfjugend
wurde immer mobiler, da fast jeder ein Auto hatte. Steinkamp in
Coesfeld, Dixiländ in Gescher und Feldkamp in Darfeld waren
am Wochenende die bevorzugten Tanzlale. Natürlich gab es
auch schon die Landjugendfeste, die vor den jeweiligen
Schützenfesten in der Umgebung stattfanden.
Enge Familienbindung und Traditionsbewußtsein bestand noch
allemal und der Kirchgang am Sonntag war Pflicht, genau so wie
der Frühschoppen nach dem Hochamt. Ein Teil der männlcihe
Jugend von Heek traf sich somit bei Tante Mia und Onkel Heini
auch im fünften Jahr nach der Neueröffnung Sonntag für
Sonntag, am Morgen und am Abend. Vom Kirchtum her
schauteein noch intakter Hahn auf das Treiben der Heeker
Jugend bei Thüners herab.
Schützenfeste in Heek sind 1975 bei jung und alt
sehr beliebt. Dem Heimat- und Svhützenverein St.
Ludgerus stand Franz Münstermann als Präsident
vor und es leif am allgemeinen ganz gut, so meinte
die Verantwortlichen des Vereins. Unzufriedenheit
gab es immer einmal; es waren meistens die selben
Personen, die dich bei der Generalversammlung zu
Wort meldeten und Kritiken am Verein und dessen
verantwortliche Personen vortrugen.
Am besgaten Sonntag, den 25. Mai 1975 hatten die
Heeker gerade ihr Bürgerschützenfest gefeiert.
Nicht alles lief bei diesem Fest zum besten, zumal
das Ringen um die Königswürde nicht nach dem
Geschmack einiger Junggesellen verlief.
Zumindest war einer da, der auf den Vogel schießen wollte und nciht durfte, weil die von ihm erwählte
Königen nicht über das gesellschaftliche Ansehen nach der Ansicht des Vorstandes verfügte. Dieses Thema
und andere waren Gegenstand von Gesprächen am Sonntagmorgen bei Thüners. Der Berichtsverfasser war
selbst bei der Diskussion nicht dabei, dafür aber Bernhard Lürick, Bernhard Kippelt und Karl Münstermann
sowie weitere Junggesellen. Bernhard Lürick und Bernhard Kippelt ließen ihren Unmut über das am Pfingsten
gewesene freien Lauf. Es mußte was geschehen in Heek! Dies war die einhellige Meinung der
Frühschoppenteinehmer.Karl Münstermann veranlaßte, dass schon gegen Mittag die Heeker Junggesellen
Nachricht bekammen, dass die Absicht bestand, einen Jungesellenschützenverein in Heek zu gründen.
Schnell wurden Hinweisplakate gemalt, dass noch am gleichen Abend die Gründungversammlung beu
Thüner stattfinden sollte.
Um19.00 Uhr trafen sich ca. 30 Jungesellen bei Thüners. Bernhard Lürick ergriff die Initiative, gab eine
Stellungsnahme zu der unbfriedigten vorherrschenden Situation ab und bat die Gründung eines
Junggesellenschützenvereins in Angriff zu nehmen, damit den "Bürgern" die Stirn gezeigt werde. Und vor
allen Dingen:Jeder kann und darf den Vogel abschießen und König werden. Alle waren einverstanden und die
Versammlung wählte Bernhard Lürick als ersten Präsidenten sowie Bernhard Kippelt als 1. Vorsitzenden
desd Vereins. Geschäftsführer wurde Karl Münstermann, während der Berichtsverfasser zum Schriftführer
bestellt wurde. Einen Hauptmann hatte die Versammlung auch
schon auserkoren, aber hier hatten dieGründungsmitglieder
noch Regelungsbedarf.
Wenn einige Beteiligte heute noch daran zurück denken
würden und vor allen, wie sie ein Schützenfest feiern wollten,
müßten alle herzlich lachen. Die Junggesellen ließen dabei
ihren Phantasien freien Lauf. Erst sollte bei Thüner gefeiert
werden, das Vogelschießen sollteauf dem "Donnerberg" sein.
Das ganze glich eher einem Runkelclub, der sich an einem
Samstag anständig besaufen wollte.Dass es nun in Heek einen
Junggesellenschützenverein gab, machte schnell die Runde.
Kritiken an allen Ecken und Enden. Insbesondere sparte der
Bürgerschützenverein nicht mit Häme über uns, während die
Averbecker verständniss voller mit den Heeker Junggesellen
umgingen. Es darf uns auch abgenommen werden, dass
unsere Eltern ebenfalls nicht von der Gründungsidee begeistert
waren und dem zufolge so manches harteWort bei
Familienzusammenkünften über den Tisch gegangen ist. Von
Wahnsinn bis Idioten, war alles dabei.
Das Füllhorn der Kritiken und Häme von mehreren Seiten warf
dann allerdings die Frage auf: Wer sind eigentlich? Zwar junge
Erwachsene, aber standen wir Burschen nicht mitten im
Leben? Ob Schornsteinfeger, Schlosser, Tischler, Bäckermeister, Bankkaufleute, angehende Betriebswirte,
Lehrer und Juristen, aller die vg. Berufsparteien waren innerhalb der Vereinsmitglieder zu finden und diese
sollten nicht in der Lage sein, ein Schützenfest auszurichten? Zwar nur im finanziell machbaren Rahmen,
aber immerhin.
Von Anfang Juni bis zur ersten Generalversammlung am 17.06.1975 trafen sich der Gründervorstand fast
täglich.Dank einiger Mitglieder des Vorstands,die auch aktive Mitglieder des Spielmannzuges Heek waren,
und die aufgrund ihres 20-Jährigen Bestehens 1973 Erfahrung mit Behördengängen hatten und Rückfragen
bei anderen Schützenvereinen, wußten wir bald, was zu tun war. Am Tage der Generalversammlung hatte der
Verein bereits über 100 Mitglieder, so dass aufgrund der zu erwartenden Mitgliederbeiträge einiges an
Geldern in die Vereinskasse fließen dürfte und der Vorstand in der Lage war, mit diesem Geld ein
Schützenfest zu organisieren. Auf der Generalversammlung selbst wurde die Wahl eines
Offizierskorpsbeschlossen und gewählt; ferner legte die Generalversammlung den Festablauf fest.
In den Tagen danach wurde vom Vorstand für das "Tog weg bringen" und dem Schützenfesttag der
Spielmannzug Heek verpflichtet und abendsfür die Polonäsezusätzlich der Musikverein Nienborg, da der
Heeker Musikverein leideranderweitig spielen mußte. An Onkel Heini und Tante Mia wurde der Ausschank
beim Vogelschießen vergeben und der "Kaiser" (Harry Hermert) bekam den Krönungball zugesprochen, da
ein Festzelt nicht zu finanzieren war. Die Vogelstange wurde aus Metelen geliehen, der Grund hierfür dürfte
klar sein. Die alten Uniformen des Spielmannzuges wurden zu Offiziersröcken umgenäht, dazu gehörnde
Utensilien für die Offiziere teilweise geliehen bzw. erworben, Plakate gedruckt, überall verteilt (das erste
Plakat wurde beim Freibier der Bürgerschützen bei Deitmers aufgehangen und zwarvon Bernhard Kippelt
persönlich), die Festabzeichen besorgt und die Band Hu-An-Egos aus Epe für dem Krönungsball verpflichtet.
Eine Königkette wurde eigens für den ersten Junggesellenschützenkönig erworben. Heinrich Hoge sagte uns
ebenfalls zu,das erste Junggesellenkönigspaar mit Pferden und Kutsche bei der Polonäse abends durch das
Dorf zu fahren. Bis Ende Juli stand fast alles, so dass eine gewisse Vorfreude aufkam. Jeder im Vorstand und
von den Offizieren erledigte seine Aufgaben prompt und mit großen Ehrgeiz. Am Sonntag, den 6. Juli 1975
fand dann die letzte Mitgliederversammlung bei Thüners statt. Mittlerweile war der Verein auf 150 Mitglieder
angewachsen, Festabzeichen und Festprogramm noch einmal besprochen. Festagsstimmung kam bereitsbei
allen Scützen auf, so dass die Feiertage, beginnend am Freitag, den 11, Juli 1975 mit der Gründungmesse in
unserer Pfarrkirche, kommen konnten.
© 2010 Junggesellenschützenverein St.Maria Heek e.V.